Neu ab 2018:
Belohnungssensitivität bei Hunden

SNF Ambizione Projekt PZ00P3_174221

Bild3_kleinUnter Belohnungssensitivität versteht man, wie sensibel ein Individuum auf Belohnungen reagiert. Dazu gehört einerseits die Reaktion auf die Belohnung selbst, andererseits auch auf Reize, welche Belohnungen vorhersagen (beispielsweise sekundäre Verstärker).

Eine Vorhersage ist, dass Hunde, die stark auf Belohnungen reagieren, besonders leicht trainierbar sind.  Andererseits kann eine starke Belohnungssensitivität bei Ratten und Menschen mit impulsivem Verhalten, Frustration und Suchtverhalten einhergehen. Bei Hunden wurde dies bisher wenig erforscht. In diesem Projekt wird Belohnungssensitivität bei Haushunden in verschiedenen Verhaltenstests untersucht und in Zusammenhang mit Trainierbarkeit, Impulsivität, Tendenz zu Frustration und suchartigem Verhalten gebracht.

Kontakt: Stefanie Riemer, stefanie.riemer@vetsuisse.unibe.ch,  079 2936846

Ballverrückte Hunde gesucht!

balljunkieIst der Ball/ Frisbee für Ihren Hund das Grösste? Für eine neue Studie suchen wir ballverrückte Hunde.
Sie sind hochmotiviert, unermüdlich und oft leicht erregbar: das Phänomen der umgangssprachlich als „Balljunkies“ bezeichneten Hunde wurde bisher nicht wissenschaftlich untersucht. Uns interessieren Verhaltenseigenschaften dieser Hunde und wie ein Hund zum „Balljunkie“ wird.
Geplant sind eine Fragebogenstudie und Verhaltenstests sowie evtl. nichtinvasive Messungen der Herzrate mit einem kleinen tragbaren Messgerät (wie es auch von Sportlern oft verwendet wird) und des Stresshormons Cortisol im Speichel.

Kontakt: Stefanie Riemer,  stefanie.riemer@vetsuisse.unibe.ch, 079 2936846

Laufende Studien:

Angstreduktion beim Tierarzt

tierarzt-Ronya1 Hier soll der Einfluss eines so genannten „Happy Visits“, auf Angstverhalten bei Hunden in der Tierklinik zu untersuchen. Ziel ist, hier Strategien zu untersuchen, Angst von Hunden beim Tierarzt zu reduzieren, die für Tierärzte in der Praxis auch machbar (d.h. nicht übermässig aufwendig) sind.
Die Besitzer werden gebeten, mit ihrem Hund zu zwei Terminen ans Tierspital zu kommen. Bei beiden Besuchen erfolgt zuerst ein standardisierter Besuch von rund 5 Minuten, um zu sehen, wie der Hund auf den Untersuchungsraum und die Tierärztin reagiert (inklusive Pulsmessung durch die Tierärztin). Anschliessend folgt entweder ein „Happy Visit“, bei dem mittels hochwertigem Futter positive Assoziationen mit dem Untersuchungsraum und der Tierärztin erzeugt werden sollen oder ein Kontrollbesuch (die Hunde verbringen dieselbe Zeit im Untersuchungsraum wie beim „Happy Visit“, erhalten aber kein Futter und keine Interaktionen). Beim zweiten Termin erfahren alle Hunde einen Happy Visit. Wie sich die positiven Erfahrungen auf das Verhalten/ die Stressanzeichen der Hunde auswirken, wird anhand von Videoaufnahmen ausgewertet.

Dauer der Studie: 2 Termine von ca. 30-45 Minuten
Voraussetzungen: Diese Studie ist für Hunde geeignet, die sich beim Tierarzt eher ängstlich zeigen, aber keine Panik haben. Hunde, die bereits Aggressionsverhalten beim Tierarzt gezeigt haben oder die unter generalisierten Ängsten bzw. allgemeiner Angst vor fremden Menschen leiden, können wir leider nicht in diese Studie aufnehmen, da in solchen Fällen ein tiefer greifendes Verhaltenstraining notwendig ist.

Kontakt: Maya Grieder, 079 572 9833,  maya.grieder@students.unibe.ch

Fragebogen – Verhalten von Hunden bei Feuerwerken

silvester

Wir suchen Hundebesitzer, die bereit sind, einen Fragebogen zum Verhalten ihres Hundes während Feuerwerken auszufüllen (Dauer: 5-10 Minuten)

Der Fragebogen ist unter dem folgenden Link zugänglich: Fragebogen – Verhalten von Hunden zu Silvester

Kontakt: Sarah Gähwiler, 0795213160, sarah_gaehwiler@hotmail.com

Voraussetzungen: keine; uns interessieren sowohl Hunde, die Angst bei Feuerwerk haben, als auch jene, die keine Angst haben

 

Abgeschlossene Studien:

Ziehen Hunde Variation in Futterbelohnungen oder eine immer gleiche Belohnung vor?

sarah_Bütler_StudieZuerst wird getestet, welches Futter der Hund am liebsten mag. Danach werden die Hunde auf zwei Targets trainiert, welche entweder mit der konstanten Belohnung (das beliebteste Futter aus dem Präferenztest) oder der variablen Belohnung (drei verschiedene Futterbelohnungen werden abgewechselt) zusammenhängen. Am Ende dürfen die Hunde selbst wählen, welches Target und welche Art der Belohnung sie bevorzugen.
Studien an Ratten und Menschen haben gezeigt, dass diese oft die variable Belohnung bevorzugen, obwohl sie bei der anderen Option immer ihre Lieblings-Belohnung erhalten. Ob das auch bei Hunden zutrifft, soll in der Studie getestet werden.
Dauer der Studie: ca. 2-4 Besuche (je 1 Stunde)
Voraussetzungen: keine
Kontakt: Sarah Bütler, 079 286 9170, sa.buetler@bluewin.ch
Die Ergebnisse werden verraten, sobald das wissenschaftliche Paper publiziert ist 🙂